Fugensanierung an der Giebelseite eines Klinkergebäudes in Münster

Fugensanierung in Münster

Bei einer Fugensanierung wird der alte, mürbe Mörtel aus den Fugen entfernt und die Fuge neu gefüllt. Das Entfernen ist dabei der entscheidende Teil: Nur wenn tief genug entfernt wird — in der Regel 15 bis maximal 30 Millimeter — hält der neue Mörtel dauerhaft, und die Wand nimmt kein Regenwasser mehr auf.

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Schadensbilder

Woran Sie erkennen, dass Ihre Fugen saniert werden müssen

Eine schadhafte Fuge kündigt sich an, lange bevor Feuchtigkeit im Innenraum ankommt. Diese fünf Zeichen sehen Sie vom Boden aus:

  1. Die Fuge liegt tiefer als der Stein

    Gesunder Fugenmörtel schließt bündig oder leicht zurückgesetzt mit dem Klinker ab. Ist die Fuge deutlich ausgewaschen und der Stein steht vor, hat der Mörtel bereits Substanz verloren.

  2. Sand rieselt, wenn Sie darüberstreichen

    Lässt sich der Mörtel mit dem Fingernagel oder einem Schlüssel abkratzen, ist das Bindemittel ausgelaugt. Der Mörtel hält den Stein dann nicht mehr, er liegt nur noch dazwischen.

  3. Risse zwischen Stein und Fuge

    Ein feiner, durchlaufender Riss an der Flanke ist ein direkter Wasserweg in die Wand. Er wird bei jedem Frost-Tau-Wechsel breiter.

  4. Dunkle, dauerhaft feuchte Flächen

    Trocknet ein Fassadenbereich nach Regen deutlich langsamer als der Rest, nimmt das Mauerwerk dort bereits Wasser auf.

  5. Grünbelag oder Moos in der Fuge

    Algen und Moose siedeln, wo dauerhaft Feuchtigkeit steht. In der Fuge sind sie ein Hinweis darauf, dass sie nicht mehr abtrocknet.

Vergleich

Was sich dabei verändert

Dieselbe Wand, dieselbe Perspektive, derselbe Tageslichtstand. Links der Zustand vor der Sanierung mit ausgewaschenen, offenen Fugen, rechts nach dem Entfernen und Neuverfugen. Ziehen Sie den Trennstrich, um beides zu vergleichen.

Dieselbe Klinkerwand nach der Neuverfugung durch HaGo-Bau
Klinkerwand mit alten, ausgewaschenen Fugen vor der Sanierung
VorherNachher
Vorher: Ausgewaschene, poröse Fugen mit offenen Stellen.Nachher: Sauber entfernt, neu verfugt und gleichmäßig verdichtet.

Ziehen Sie den Trennstrich nach links oder rechts — mit der Maus, dem Finger oder den Pfeiltasten.

Fachliches

Was bei einer fachgerechten Fugensanierung zählt

Wenn eine frisch sanierte Fassade nach zwei Jahren wieder schadhaft ist, liegt es fast nie am Material. Es liegt an zwei Fehlern, die beide vermeidbar sind: zu flach entfernt und der falsche Mörtel.

Zu flach entfernt — der häufigste Fehler

Wird nur oberflächlich entfernt, fehlt dem neuen Mörtel die Verzahnung. Er sitzt dann als dünne Schale vor der alten Fuge und platzt nach wenigen Frostwechseln ab. Fachgerecht sind in der Regel 15 bis maximal 30 Millimeter, bei breiten Fugen entsprechend tiefer. Entfernt wird maschinell — mit der Fugenfräse, dem Winkelschleifer oder der Bohrmaschine, je nachdem, wie breit die Fuge ist und wie empfindlich der Stein.

Der Mörtel darf nicht härter sein als der Stein

Wird der Mörtel härter als der Stein, dreht sich das Kräfteverhältnis um. Fugenmörtel ist nach DIN EN 998-2 in Festigkeitsklassen eingeteilt; wir wählen die Klasse nach dem Stein aus. Ist er fester als der Klinker, wandern die Spannungen aus Temperatur und Feuchte in den Stein statt in die Fuge — dann platzen Steinkanten ab statt Mörtel. Die Mörtelfestigkeit wird deshalb an der Steinfestigkeit ausgewählt, nicht umgekehrt.

Bei Frost und praller Sonne wird nicht verfugt

Frischer Fugenmörtel braucht Zeit und Restfeuchte zum Abbinden. Unter etwa +5 °C erhärtet er nicht mehr zuverlässig, bei Frost wird das Porengefüge dauerhaft zerstört. In direkter Sonne trocknet die Oberfläche schneller als der Kern, das Ergebnis ist mürbe und ungleichmäßig gefärbt. Beides ist der Grund, warum Fugenarbeiten geplant und nicht spontan ausgeführt werden.

Die Wetterseite entscheidet über die Dringlichkeit

DIN 4108-3 teilt Gebäude in drei Schlagregenbeanspruchungsgruppen ein. Unabhängig von der Einstufung gilt: In Deutschland kommt der Schlagregen überwiegend aus West bis Südwest. Diese Fassadenseiten verwittern sichtbar schneller — dort beginnt eine Sanierung, wenn das Budget nicht für alle Seiten reicht.

Ablauf

So läuft eine Fugensanierung bei uns ab

Vom ersten Anruf bis zur abgenommenen Fassade sind es fünf Schritte. Wie lange sie dauern, hängt von Fläche, Zugang und Wetter ab.

  1. Besichtigung vor Ort

    Wir sehen uns die Fassade an, prüfen Mörtel und Stein von Hand und klären, ob wirklich alle Seiten saniert werden müssen. Häufig ist nur die Wetterseite betroffen.

  2. Angebot mit klarem Umfang

    Sie erhalten eine Aufstellung, aus der hervorgeht, welche Flächen bearbeitet werden, wie tief der alte Mörtel entfernt wird und welcher Mörtel zum Einsatz kommt.

  3. Gerüst stellen

    Ab dem ersten Obergeschoss ist ein sicherer Standplatz nötig. Das Gerüst stellen wir aus eigenem Bestand — das spart Ihnen einen zweiten Anbieter und einen zweiten Termin. Wo ein Gerüst nicht sinnvoll steht, arbeiten wir ausnahmsweise von der Hubarbeitsbühne.

  4. Fugen entfernen und neu verfugen

    Die alten Fugen werden maschinell auf Tiefe gebracht, die Fläche wird ausgeblasen und vorgenässt, dann verfugt und verdichtet. Fenster, Türen und Pflanzen werden vorher abgedeckt.

  5. Endreinigung und gemeinsame Abnahme

    Zum Schluss werden Fassade und Baustelle gereinigt: Mörtelreste ab, Abdeckungen weg, Gerüst abgebaut. Danach gehen wir die Fassade gemeinsam mit Ihnen ab, solange wir noch vor Ort sind.

Preise

Was eine Fugensanierung kostet

Die Spannen unten sind unsere tatsächlichen Abrechnungspreise pro Quadratmeter Fassadenfläche, einschließlich Material. Darunter steht, welche fünf Faktoren darüber entscheiden, wo innerhalb der Spanne Ihr Objekt liegt — und an welchen davon Sie etwas ändern können.

LeistungSpanneHinweis
Fugensanierung mit Gerüststellung60–70 € netto/m²71,40–83,30 € brutto · Gerüst, Entfernen, Neuverfugung, Material
Fugensanierung ohne Gerüst50–60 € netto/m²59,50–71,40 € brutto · wenn ein Gerüst bereits steht oder die Fläche vom Boden erreichbar ist

Spannen pro Quadratmeter Fassadenfläche, einschließlich Material. Nettopreise zuzüglich 19 % Umsatzsteuer; der Bruttowert steht jeweils daneben. Stand September 2026. Kein Angebot im Rechtssinne — verbindlich wird der Preis erst nach der Besichtigung.

Fläche und Fugenanteil

Abgerechnet wird nach Quadratmeter Fassadenfläche. Dabei ist nicht die Fläche allein entscheidend, sondern wie viel Fuge darin steckt: kleinformatige Riemchen haben deutlich mehr laufende Fugenmeter pro Quadratmeter als großformatige Steine.

Zustand des Altmörtels

Weicher, ausgelaugter Mörtel lässt sich zügig entfernen. Harter, zementreicher Altmörtel aus den Siebzigern kostet ein Vielfaches an Zeit und Werkzeug.

Zugang und Rüstung

Ein freistehendes Einfamilienhaus ist schnell eingerüstet. Enge Reihenhauslagen, Vorgärten, Carports oder ein Innenhof ohne Zufahrt erhöhen den Aufwand spürbar.

Steinart und Mörtelwahl

Standard-Klinker ist unkritisch. Naturstein, Denkmalschutz oder ein Sonderfarbton beim Mörtel bedeuten Musterfläche, Abstimmung und teureres Material.

Umfang des Auftrags

Der größte Einzelposten ist oft die Rüstung. Wer alle betroffenen Seiten in einem Zug machen lässt, zahlt sie einmal statt zweimal — das ist meist günstiger, als in Etappen zu sanieren.

Die Spanne ersetzt keine Besichtigung, sondern macht sie planbar: Sie wissen vorher, in welcher Größenordnung Sie liegen. Wo genau innerhalb der Spanne, hängt vor allem am Zustand des Altmörtels — und den sieht man erst vor Ort. Besichtigung und Angebot sind kostenlos.

Region

Fugensanierung im Münsterland

Münster und das Umland sind Klinkerland. Vom Backstein der Gründerzeitviertel bis zu den Siedlungshäusern der Fünfziger- und Sechzigerjahre in Coerde, Hiltrup oder Gremmendorf steht hier fast alles in Verblendmauerwerk — und genau dieses Mauerwerk lebt von seiner Fuge.

Die Baujahre machen dabei einen praktischen Unterschied. Bei Altbauten aus der Zeit vor dem Krieg finden wir meist weichen Kalkmörtel, der sich gut entfernen lässt, aber auch einen Mörtel verlangt, der nicht härter ist als der historische Stein. Bei Häusern aus den Sechziger- und Siebzigerjahren trifft man dagegen auf harten Zementmörtel, der beim Entfernen deutlich mehr Zeit kostet. Wer beides schon oft gesehen hat, erkennt es bei der Besichtigung und kalkuliert es ein, statt es später nachzufordern.

Einzugsgebiet

Wo wir arbeiten

Unser Sitz ist Münster, gearbeitet wird im Umkreis von rund 50 Kilometern — also im Münsterland. Klinker- und Verblendmauerwerk ist hier die vorherrschende Bauweise, und das heißt: dieselbe Fugenfrage stellt sich in Warendorf und in Coesfeld genauso wie in Münster-Hiltrup.

Münster — alle Stadtteile

Kurze Wege, Besichtigung meist innerhalb weniger Tage.

  • Aaseestadt
  • Albachten
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  • St. Mauritz
  • Südviertel
  • Uppenberg
  • Wolbeck

Münsterland

Regulärer Einsatzradius, rund 50 km. Termine werden gebündelt geplant.

  • Telgte,
  • Greven,
  • Everswinkel,
  • Sendenhorst,
  • Drensteinfurt,
  • Senden,
  • Nottuln,
  • Havixbeck,
  • Altenberge,
  • Warendorf,
  • Sassenberg,
  • Emsdetten,
  • Steinfurt,
  • Dülmen,
  • Coesfeld,
  • Ahlen,
  • Beckum,
  • Oelde

Weiter entfernt

Bei größeren Fassaden und mehrwöchigen Vorhaben — fragen Sie einfach an.

  • Rheine,
  • Gronau,
  • Bocholt,
  • Ibbenbüren,
  • Hamm

Ihr Ort steht nicht dabei? Rufen Sie an. Bei größeren Aufträgen lohnt sich die Anfahrt fast immer — bei einer einzelnen Silikonfuge dagegen selten, und dann sagen wir das auch.

Fragen und Antworten

Häufige Fragen zur Fugensanierung

Woran erkenne ich, dass meine Fugen saniert werden müssen?

Das deutlichste Zeichen ist eine Fuge, die sichtbar tiefer liegt als der Stein. Dazu kommen: Mörtel, der sich mit dem Fingernagel abkratzen lässt, feine Risse zwischen Stein und Fuge, dauerhaft dunkle Flächen, die nach Regen langsamer abtrocknen, sowie Moos oder Grünbelag in der Fuge selbst.

Wie tief muss der alte Mörtel entfernt werden?

In der Regel 15 bis maximal 30 Millimeter, mindestens jedoch das Doppelte der Fugenbreite. Wird flacher gearbeitet, fehlt dem neuen Mörtel die Verzahnung im Mauerwerk. Er sitzt dann als dünne Schale davor und platzt nach wenigen Frost-Tau-Wechseln ab. Zu flaches Entfernen ist die häufigste Ursache dafür, dass eine Sanierung nach zwei Wintern wieder schadhaft ist.

Was kostet eine Fugensanierung pro Quadratmeter?

Bei HaGo-Bau liegt die Fugensanierung an Klinkerfassaden bei 50 bis 60 Euro netto pro Quadratmeter, mit Gerüststellung bei 60 bis 70 Euro netto — jeweils einschließlich Material. Wo Sie innerhalb der Spanne landen, entscheidet vor allem der Zustand des Altmörtels: Weicher Kalkmörtel lässt sich zügig entfernen, harter Zementmörtel aus den Siebzigern kostet ein Vielfaches an Zeit.

Wie lange hält eine neue Verfugung?

Eine fachgerecht ausgeführte Verfugung an einer Klinkerfassade hält mehrere Jahrzehnte. Entscheidend sind die Tiefe, in der der alte Mörtel entfernt wurde, ein Mörtel, der zur Steinfestigkeit passt, und die Witterung bei der Ausführung. Fugen, die zu flach oder bei Frost gesetzt wurden, zeigen dagegen oft schon nach wenigen Jahren wieder Schäden.

Kann man Fugen auch im Winter sanieren?

Nein, nicht bei Frost. Fugenmörtel bindet unterhalb von etwa 5 °C nicht mehr zuverlässig ab, und Frost im frischen Mörtel zerstört das Porengefüge dauerhaft. Die Saison für Fugenarbeiten reicht im Münsterland üblicherweise vom Frühjahr bis in den Spätherbst. Besichtigen und planen lässt sich ein Auftrag aber jederzeit.

Muss die ganze Fassade saniert werden?

Häufig nicht. Schlagregen kommt in Deutschland überwiegend aus West bis Südwest, entsprechend verwittern diese Seiten deutlich schneller. Wenn das Budget begrenzt ist, ist es sinnvoll, mit der Wetterseite zu beginnen. Bei der Besichtigung sagen wir Ihnen, welche Seiten wirklich dringend sind.

Wird für die Fugensanierung ein Gerüst gebraucht?

Ab dem ersten Obergeschoss ja — für sauberes Arbeiten und aus Gründen der Arbeitssicherheit. Wir stellen das Gerüst aus eigenem Bestand, so dass Sie keinen zweiten Anbieter beauftragen und keinen zweiten Termin koordinieren müssen.

Fugensanierung in Münster geplant?

Besichtigung und Angebot kostenlos. Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden.

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