HaGo-Bau Fugbetrieb
Fugensanierung an der Giebelseite eines Klinkergebäudes in Münster

Fugensanierung in Münster

Bei einer Fugensanierung wird der alte, mürbe Mörtel aus den Fugen von Klinker- und Verblendmauerwerk entfernt und die Fuge neu gefüllt. Das Entfernen ist dabei der entscheidende Teil: Nur wenn tief genug entfernt wird — in der Regel 15 bis maximal 30 Millimeter — hält der neue Mörtel dauerhaft, und die Wand nimmt kein Regenwasser mehr auf.

HaGo-Bau Fugbetrieb aus Münster · seit 1997, also seit 29 Jahren auf Fugenarbeiten spezialisiert

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Leistungsumfang

Welche Fugen wir sanieren — und was dazugehört

Fuge ist nicht gleich Fuge — Stein, Baujahr und Mörtel entscheiden über das Verfahren. Das sind die Mauerwerksarten, an denen wir arbeiten, und die Arbeiten rund um die Fuge, die wir gleich mit übernehmen:

  • Klinkerfugen an Verblendmauerwerk

    Der Regelfall im Münsterland. Verblendmauerwerk ist die äußere, sichtbare Schale einer zweischaligen Wand — sie trägt nicht, sie schützt. Die Klinkerfuge ist dabei die einzige Stelle, an der Wasser eindringen kann, denn der Klinker selbst nimmt kaum welches auf.

  • Ziegelfugen an Altbau und Backstein

    Bei Gebäuden aus der Zeit vor dem Krieg sitzt in der Ziegelfuge meist weicher Kalkmörtel. Er lässt sich gut entfernen, verlangt aber auch einen neuen Mörtel, der nicht härter ist als der historische Stein — sonst platzen später Steinkanten ab statt Mörtel.

  • Riemchen und Flachverblender

    Riemchenfassaden haben schmalere Fugen und oft einen anderen Untergrund als gemauerter Klinker — bis hin zum Dämmsystem. Dort gehört in die Fuge der Mörtel, den der Hersteller des Systems vorgibt, sonst reißt sie an den Rändern der Riemchen.

  • Sichtmauerwerk innen

    Klinker- und Ziegelwände im Innenraum, etwa in Fluren, Gewölben oder umgebauten Hofgebäuden. Hier zählt vor allem das Fugenbild, weil man aus einem Meter Entfernung darauf schaut statt aus zehn.

  • Naturstein und denkmalgeschützte Fassaden

    Sandstein, Kalkstein und historisches Mischmauerwerk brauchen abgestimmten Mörtel, oft eine Musterfläche und im Denkmalfall die Abstimmung mit der Behörde. Das planen wir vorher ein, statt es auf der Baustelle zu entdecken.

  • Sockel, Laibungen und Anschlüsse

    Sockelbereiche stehen im Spritzwasser, Fensterlaibungen und Rollladenkästen sind die Stellen mit den meisten Fugenmetern auf kleiner Fläche. Beide verwittern schneller als die freie Wandfläche und werden oft übersehen.

  • Risse im Verblendmauerwerk

    Ein Riss an der Fugenflanke ist ein Fugenschaden: ausräumen, neu verfugen. Läuft er treppenförmig durch Fugen und Steine, hat sich etwas gesetzt — dann klären wir zuerst die Ursache, bevor wir schließen, damit derselbe Riss nicht im nächsten Winter wiederkommt.

  • Steinwechsel: einzelne Klinker austauschen

    Abgeplatzte oder durchgerissene Steine werden herausgetrennt und durch passende ersetzt — nach Format, Farbe und Oberfläche ausgesucht, bei älteren Fassaden oft aus Rückbaumaterial. Das geschieht im selben Arbeitsgang wie die Fugensanierung.

  • Fassadenreinigung

    Algen, Moos, Ausblühungen und Mörtelschleier entfernen wir schonend: mit geringem Druck und Reinigern, die zum Stein passen, vorher an einer Probefläche. Hoher Druck spült mürbe Fugen aus und treibt Wasser tief ins Mauerwerk.

  • Imprägnierung

    Eine Hydrophobierung senkt die Wasseraufnahme von Stein und Fuge und bleibt dampfdurchlässig. Sie kommt zuletzt: auf eine saubere, trockene Fassade mit intakten, ausgehärteten Fugen. Über schadhaften Fugen würde sie Feuchtigkeit einschließen statt fernhalten.

  • Klinkertreppen und Gartenmauern

    Eine Treppe nimmt Wasser von oben auf, eine frei stehende Mauer von beiden Seiten und über die Krone. Ihre Fugen verwittern deshalb früher als die der Fassade — und werden mit demselben Vorgehen saniert: ausräumen, neu verfugen, bei Bedarf imprägnieren.

  • Einzelne Wandflächen statt ganzer Fassade

    Häufig ist nur die Wetterseite betroffen. Wir sanieren auch einzelne Flächen und sagen vorher, ob mit einem sichtbaren Übergang zum Bestand zu rechnen ist.

Schadensbilder

Woran Sie erkennen, dass Ihre Fugen saniert werden müssen

Eine schadhafte Fuge kündigt sich an, lange bevor Feuchtigkeit im Innenraum ankommt. Diese fünf Zeichen sehen Sie vom Boden aus:

  1. Die Fuge liegt tiefer als der Stein

    Gesunder Fugenmörtel schließt bündig oder leicht zurückgesetzt mit dem Klinker ab. Ist die Fuge deutlich ausgewaschen und der Stein steht vor, hat der Mörtel bereits Substanz verloren.

  2. Sand rieselt, wenn Sie darüberstreichen

    Lässt sich der Mörtel mit dem Fingernagel oder einem Schlüssel abkratzen, ist das Bindemittel ausgelaugt. Der Mörtel hält den Stein dann nicht mehr, er liegt nur noch dazwischen.

  3. Risse zwischen Stein und Fuge

    Ein feiner, durchlaufender Riss an der Flanke ist ein direkter Wasserweg in die Wand. Er wird bei jedem Frost-Tau-Wechsel breiter.

  4. Dunkle, dauerhaft feuchte Flächen

    Trocknet ein Fassadenbereich nach Regen deutlich langsamer als der Rest, nimmt das Mauerwerk dort bereits Wasser auf.

  5. Grünbelag oder Moos in der Fuge

    Algen und Moose siedeln, wo dauerhaft Feuchtigkeit steht. In der Fuge sind sie ein Hinweis darauf, dass sie nicht mehr abtrocknet.

Eingerüsteter Klinkergiebel in Münster-Amelsbüren zu Beginn der Fugensanierung

Arbeitsbeginn in Münster-Amelsbüren

Der Giebel ist eingerüstet, Planen liegen, Wasser und Strom sind angeschlossen. Als Erstes wird der alte Mörtel ausgeräumt — erst danach zeigt sich, wie tief die Schäden wirklich reichen.

Vergleich

Was sich dabei verändert

Dieselbe Wand, dieselbe Perspektive, derselbe Tageslichtstand. Links der Zustand vor der Sanierung mit ausgewaschenen, offenen Fugen, rechts nach dem Entfernen und Neuverfugen. Ziehen Sie den Trennstrich, um beides zu vergleichen.

Dieselbe Klinkerwand nach der Neuverfugung durch HaGo-Bau
Klinkerwand mit alten, ausgewaschenen Fugen vor der Sanierung
VorherNachher
Vorher: Ausgewaschene, poröse Fugen mit offenen Stellen.Nachher: Sauber entfernt, neu verfugt und gleichmäßig verdichtet.

Ziehen Sie den Trennstrich nach links oder rechts — mit der Maus, dem Finger oder den Pfeiltasten.

Fachliches

Was bei einer fachgerechten Fugensanierung zählt

Wenn eine frisch sanierte Fassade nach zwei Jahren wieder schadhaft ist, liegt es fast nie am Material. Es liegt an zwei Fehlern, die beide vermeidbar sind: zu flach entfernt und der falsche Mörtel.

Zu flach entfernt — der häufigste Fehler

Wird nur oberflächlich entfernt, fehlt dem neuen Mörtel die Verzahnung. Er sitzt dann als dünne Schale vor der alten Fuge und platzt nach wenigen Frostwechseln ab. Fachgerecht sind in der Regel 15 bis maximal 30 Millimeter, bei breiten Fugen entsprechend tiefer. Entfernt wird maschinell — mit der Fugenfräse, dem Winkelschleifer oder der Bohrmaschine, je nachdem, wie breit die Fuge ist und wie empfindlich der Stein.

Der Mörtel darf nicht härter sein als der Stein

Wird der Mörtel härter als der Stein, dreht sich das Kräfteverhältnis um. Fugenmörtel ist nach DIN EN 998-2 in Festigkeitsklassen eingeteilt; wir wählen die Klasse nach dem Stein aus. Ist er fester als der Klinker, wandern die Spannungen aus Temperatur und Feuchte in den Stein statt in die Fuge — dann platzen Steinkanten ab statt Mörtel. Die Mörtelfestigkeit wird deshalb an der Steinfestigkeit ausgewählt, nicht umgekehrt.

Bei Frost und praller Sonne wird nicht verfugt

Frischer Fugenmörtel braucht Zeit und Restfeuchte zum Abbinden. Unter etwa +5 °C erhärtet er nicht mehr zuverlässig, bei Frost wird das Porengefüge dauerhaft zerstört. In direkter Sonne trocknet die Oberfläche schneller als der Kern, das Ergebnis ist mürbe und ungleichmäßig gefärbt. Beides ist der Grund, warum Fugenarbeiten geplant und nicht spontan ausgeführt werden.

Die Wetterseite entscheidet über die Dringlichkeit

DIN 4108-3 teilt Gebäude in drei Schlagregenbeanspruchungsgruppen ein. Unabhängig von der Einstufung gilt: In Deutschland kommt der Schlagregen überwiegend aus West bis Südwest. Diese Fassadenseiten verwittern sichtbar schneller — dort beginnt eine Sanierung, wenn das Budget nicht für alle Seiten reicht.

Klinkerwand in Ascheberg während der Fugensanierung: Stoßfugen neu gefüllt, Lagerfugen ausgeräumt

Mitten in der Sanierung, Ascheberg

Die Stoßfugen sind schon neu gefüllt, die Lagerfugen noch ausgeräumt und offen. So sieht eine Wand zwischen den beiden Arbeitsgängen aus — der alte Mörtel ist heraus, der neue kommt Fuge für Fuge hinein.

Ablauf

So läuft eine Fugensanierung bei uns ab

Vom ersten Anruf bis zur abgenommenen Fassade sind es fünf Schritte. Wie lange sie dauern, hängt von Fläche, Zugang und Wetter ab.

  1. Besichtigung vor Ort

    Wir sehen uns die Fassade an, prüfen Mörtel und Stein von Hand und klären, ob wirklich alle Seiten saniert werden müssen. Häufig ist nur die Wetterseite betroffen.

  2. Angebot mit klarem Umfang

    Sie erhalten eine Aufstellung, aus der hervorgeht, welche Flächen bearbeitet werden, wie tief der alte Mörtel entfernt wird und welcher Mörtel zum Einsatz kommt.

  3. Gerüst stellen

    Ab dem ersten Obergeschoss ist ein sicherer Standplatz nötig. Das Gerüst stellen wir aus eigenem Bestand — das spart Ihnen einen zweiten Anbieter und einen zweiten Termin. Wo ein Gerüst nicht sinnvoll steht, arbeiten wir ausnahmsweise von der Hubarbeitsbühne.

  4. Fugen entfernen und neu verfugen

    Die alten Fugen werden maschinell auf Tiefe gebracht, die Fläche wird ausgeblasen und vorgenässt, dann verfugt und verdichtet. Fenster, Türen und Pflanzen werden vorher abgedeckt.

  5. Endreinigung und gemeinsame Abnahme

    Zum Schluss werden Fassade und Baustelle gereinigt: Mörtelreste ab, Abdeckungen weg, Gerüst abgebaut. Danach gehen wir die Fassade gemeinsam mit Ihnen ab, solange wir noch vor Ort sind.

Klinker-Eingangstreppe in Münster-Handorf nach Fugensanierung und Imprägnierung

Eingangstreppe in Münster-Handorf

Stufen und Podest neu verfugt und anschließend imprägniert. Auf einer Treppe bleibt Wasser liegen, und Frost sprengt die Fugen dort früher als an der Wand — deshalb lohnt hier die Imprägnierung besonders.

Preise

Was eine Fugensanierung kostet

Abgerechnet wird nach Quadratmeter Fassadenfläche, einschließlich Material. Den Preis nennen wir nach einer kostenlosen Besichtigung — verbindlich und aufgeschlüsselt. Diese fünf Faktoren entscheiden, wie hoch er ausfällt, und an einigen davon können Sie selbst etwas ändern:

Fläche und Fugenanteil

Abgerechnet wird nach Quadratmeter Fassadenfläche. Dabei ist nicht die Fläche allein entscheidend, sondern wie viel Fuge darin steckt: kleinformatige Riemchen haben deutlich mehr laufende Fugenmeter pro Quadratmeter als großformatige Steine.

Zustand des Altmörtels

Weicher, ausgelaugter Mörtel lässt sich zügig entfernen. Harter, zementreicher Altmörtel aus den Siebzigern kostet ein Vielfaches an Zeit und Werkzeug.

Zugang und Rüstung

Ein freistehendes Einfamilienhaus ist schnell eingerüstet. Enge Reihenhauslagen, Vorgärten, Carports oder ein Innenhof ohne Zufahrt erhöhen den Aufwand spürbar.

Steinart und Mörtelwahl

Standard-Klinker ist unkritisch. Naturstein, Denkmalschutz oder ein Sonderfarbton beim Mörtel bedeuten Musterfläche, Abstimmung und teureres Material.

Umfang des Auftrags

Der größte Einzelposten ist oft die Rüstung. Wer alle betroffenen Seiten in einem Zug machen lässt, zahlt sie einmal statt zweimal — das ist meist günstiger, als in Etappen zu sanieren.

Den größten Kostentreiber — den Zustand des Altmörtels — sieht man erst vor Ort. Deshalb nennen wir keinen Pauschalpreis aus der Ferne, sondern kommen vorbei. Besichtigung und Angebot sind kostenlos und unverbindlich, und Sie erhalten eine Aufstellung, welche Flächen mit welchem Mörtel bearbeitet werden.

Region

Fugensanierung im Münsterland

Münster und das Umland sind Klinkerland. Vom Backstein der Gründerzeitviertel bis zu den Siedlungshäusern der Fünfziger- und Sechzigerjahre in Coerde, Hiltrup oder Gremmendorf steht hier fast alles in Verblendmauerwerk — und genau dieses Mauerwerk lebt von seiner Fuge.

Die Baujahre machen dabei einen praktischen Unterschied. Bei Altbauten aus der Zeit vor dem Krieg finden wir meist weichen Kalkmörtel, der sich gut entfernen lässt, aber auch einen Mörtel verlangt, der nicht härter ist als der historische Stein. Bei Häusern aus den Sechziger- und Siebzigerjahren trifft man dagegen auf harten Zementmörtel, der beim Entfernen deutlich mehr Zeit kostet. Wer beides schon oft gesehen hat, erkennt es bei der Besichtigung und kalkuliert es ein, statt es später nachzufordern.

Eine Mauer- oder Fassadensanierung ist bei Klinker- und Verblendmauerwerk deshalb meist vor allem eine Fugensanierung: Der Stein überdauert in der Regel mehrere Fugengenerationen, die Fuge nicht. Diesen Teil übernehmen wir vollständig, einschließlich der Anschluss- und Dehnungsfugen, gerissener Stellen, dem Austausch einzelner Steine, der Reinigung und der abschließenden Imprägnierung. Putz, Anstrich und Wärmedämmung an verputzten Fassaden gehören zu anderen Gewerken — die bieten wir nicht an.

Einzugsgebiet

Wo wir arbeiten

Unser Sitz ist Münster, gearbeitet wird im Umkreis von rund 50 Kilometern — also im Münsterland. Klinker- und Verblendmauerwerk ist hier die vorherrschende Bauweise, und das heißt: dieselbe Fugenfrage stellt sich in Warendorf und in Coesfeld genauso wie in Münster-Hiltrup.

Münster — alle Stadtteile

Kurze Wege, Besichtigung meist innerhalb weniger Tage.

  • Aaseestadt
  • Albachten
  • Altstadt
  • Amelsbüren
  • Angelmodde
  • Berg Fidel
  • Coerde
  • Düesberg
  • Dyckburg
  • Erphoviertel
  • Geistviertel
  • Gelmer
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  • Hansaviertel
  • Hiltrup
  • Josefsviertel
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  • Mecklenbeck
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  • Nienberge
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  • Schlossviertel
  • Sentrup
  • Sprakel
  • St. Mauritz
  • Südviertel
  • Uppenberg
  • Wolbeck

Münsterland

Regulärer Einsatzradius, rund 50 km. Termine werden gebündelt geplant.

  • Telgte,
  • Greven,
  • Everswinkel,
  • Sendenhorst,
  • Drensteinfurt,
  • Senden,
  • Nottuln,
  • Havixbeck,
  • Altenberge,
  • Warendorf,
  • Sassenberg,
  • Emsdetten,
  • Steinfurt,
  • Dülmen,
  • Coesfeld,
  • Ahlen,
  • Beckum,
  • Oelde,
  • Ascheberg

Weiter entfernt

Bei größeren Fassaden und mehrwöchigen Vorhaben — fragen Sie einfach an.

  • Rheine,
  • Gronau,
  • Bocholt,
  • Ibbenbüren,
  • Hamm

Ihr Ort steht nicht dabei? Rufen Sie an. Bei größeren Aufträgen lohnt sich die Anfahrt fast immer — bei einer einzelnen Silikonfuge dagegen selten, und dann sagen wir das auch.

Fragen und Antworten

Häufige Fragen zur Fugensanierung

Woran erkenne ich, dass meine Fugen saniert werden müssen?

Das deutlichste Zeichen ist eine Fuge, die sichtbar tiefer liegt als der Stein. Dazu kommen: Mörtel, der sich mit dem Fingernagel abkratzen lässt, feine Risse zwischen Stein und Fuge, dauerhaft dunkle Flächen, die nach Regen langsamer abtrocknen, sowie Moos oder Grünbelag in der Fuge selbst.

Wie tief muss der alte Mörtel entfernt werden?

In der Regel 15 bis maximal 30 Millimeter, mindestens jedoch das Doppelte der Fugenbreite. Wird flacher gearbeitet, fehlt dem neuen Mörtel die Verzahnung im Mauerwerk. Er sitzt dann als dünne Schale davor und platzt nach wenigen Frost-Tau-Wechseln ab. Zu flaches Entfernen ist die häufigste Ursache dafür, dass eine Sanierung nach zwei Wintern wieder schadhaft ist.

Kann man auf alte Fugen neu verfugen?

Nicht dauerhaft. Neuer Mörtel auf einer alten, mürben Fuge findet keinen Halt: Es fehlt die Verzahnung, er sitzt als dünne Schicht davor und platzt nach wenigen Frostwechseln ab. Der alte Mörtel muss deshalb erst entfernt werden, in der Regel 15 bis 30 Millimeter tief. Das gilt auch, wenn nur einzelne Stellen ausgebessert werden — auch dort wird die schadhafte Fuge zuerst ausgeräumt.

Was kostet eine Fugensanierung pro Quadratmeter?

Abgerechnet wird nach Quadratmeter Fassadenfläche, einschließlich Material. Die Höhe entscheidet vor allem der Zustand des alten Mörtels: Weicher Kalkmörtel lässt sich zügig entfernen, harter Zementmörtel aus den Siebzigern kostet ein Vielfaches an Zeit. Dazu kommen der Fugenanteil pro Quadratmeter, Zugang und Gerüst sowie Steinart und Mörtelwahl. Weil sich der Altmörtel nur vor Ort beurteilen lässt, nennen wir den Preis nach einer kostenlosen Besichtigung — verbindlich und mit einer Aufstellung der Flächen.

Wie oft müssen Fugen erneuert werden?

Selten: Eine fachgerecht ausgeführte Verfugung an einer Klinkerfassade hält mehrere Jahrzehnte. Entscheidend sind die Tiefe, in der der alte Mörtel entfernt wurde, ein Mörtel, der zur Steinfestigkeit passt, und die Witterung bei der Ausführung. Fugen, die zu flach oder bei Frost gesetzt wurden, zeigen dagegen oft schon nach wenigen Jahren wieder Schäden.

Kann man Fugen auch im Winter sanieren?

Nein, nicht bei Frost. Fugenmörtel bindet unterhalb von etwa 5 °C nicht mehr zuverlässig ab, und Frost im frischen Mörtel zerstört das Porengefüge dauerhaft. Die Saison für Fugenarbeiten reicht im Münsterland üblicherweise vom Frühjahr bis in den Spätherbst. Besichtigen und planen lässt sich ein Auftrag aber jederzeit.

Muss die ganze Fassade saniert werden?

Häufig nicht. Schlagregen kommt in Deutschland überwiegend aus West bis Südwest, entsprechend verwittern diese Seiten deutlich schneller. Wenn das Budget begrenzt ist, ist es sinnvoll, mit der Wetterseite zu beginnen. Bei der Besichtigung sagen wir Ihnen, welche Seiten wirklich dringend sind.

Machen Sie auch Mauersanierung und Fassadensanierung?

An Klinker- und Verblendmauerwerk ja — dort ist die Fuge der Teil, der saniert werden muss, und genau das ist unser Fach: alten Mörtel entfernen, neu verfugen, Anschluss- und Dehnungsfugen abdichten, Risse schließen, einzelne Steine tauschen, die Fassade reinigen und imprägnieren. Nicht zu unserem Angebot gehören Putz, Anstrich und Wärmedämmverbundsysteme sowie Abdichtungen gegen aufsteigende Feuchtigkeit im Sockel. Sehen wir so etwas bei der Besichtigung, sagen wir es Ihnen, statt es zu übergehen.

Sollte man eine Klinkerfassade nach der Fugensanierung imprägnieren?

Nicht automatisch. Guter Klinker nimmt kaum Wasser auf; eine Imprägnierung lohnt vor allem bei saugenden Ziegeln, auf der Wetterseite und an Flächen, die lange feucht bleiben. Wenn, dann zuletzt: auf eine saubere, trockene Fassade mit ausgehärteten, intakten Fugen. Eine Imprägnierung ersetzt keine Fugensanierung — über schadhaften Fugen schließt sie Feuchtigkeit eher ein.

Kann man eine Klinkerfassade mit dem Hochdruckreiniger reinigen?

Besser nicht mit hohem Druck. Er spült mürbe Fugen aus, raut weichere Steine auf und drückt Wasser tief ins Mauerwerk. Wir reinigen mit geringem Druck und Reinigern, die zum Stein passen, und probieren das vorher an einer unauffälligen Fläche aus. Sind die Fugen schon schadhaft, kommt die Reinigung sinnvollerweise mit der Fugensanierung zusammen.

Was ist der Unterschied zwischen Klinkerfuge und Ziegelfuge?

Der Unterschied liegt im Stein, nicht in der Fuge selbst. Klinker wird bei höheren Temperaturen gebrannt, ist dichter gesintert und nimmt kaum Wasser auf; Ziegel und Backstein sind poröser und saugender. Daraus folgt der Mörtel: An der Ziegelfuge eines Altbaus sitzt meist weicher Kalkmörtel, der auch beim Neuverfugen weich bleiben muss. An der Klinkerfuge kann ein festerer Mörtel richtig sein — aber nie fester als der Stein.

Was ist Verblendmauerwerk?

Verblendmauerwerk ist die äußere, sichtbare Schale einer zweischaligen Wand. Es trägt nicht, sondern schützt die dahinterliegende Konstruktion vor Schlagregen — im Münsterland die vorherrschende Bauweise. Weil der Klinker selbst kaum Wasser aufnimmt, ist die Fuge die einzige Schwachstelle: Ist sie mürbe, zieht Feuchtigkeit über sie in die Wand.

Welcher Handwerker macht Fugen neu?

An Klinker- und Verblendfassaden der Fuger, also ein Fugbetrieb. Maurer verfugen auch, für sie ist es aber eine Arbeit unter vielen; ein Fugbetrieb macht nichts anderes als Fugen — an der Fassade, an Treppen und Mauern und als Silikon- und Abdichtungsfuge. Fliesenfugen im Bad sind Sache des Fliesenlegers. HaGo-Bau ist ein Fugbetrieb in Münster, seit 1997.

Was macht ein Fuger?

Ein Fuger stellt Mörtel- und Dichtfugen her und saniert sie. Ein Fugerbetrieb arbeitet als Klinkerfuger und Ziegelfuger an Fassaden aus Verblendmauerwerk und erneuert Silikon- und Abdichtungsfugen in Bad, Dusche und Küche. Fugerarbeiten sind ein handwerksähnliches Gewerbe nach Anlage B2 der Handwerksordnung; sie brauchen keinen Meisterbrief, aber sehr wohl Erfahrung mit Stein, Mörtel und Witterung.

Wird für die Fugensanierung ein Gerüst gebraucht?

Ab dem ersten Obergeschoss ja — für sauberes Arbeiten und aus Gründen der Arbeitssicherheit. Wir stellen das Gerüst aus eigenem Bestand, so dass Sie keinen zweiten Anbieter beauftragen und keinen zweiten Termin koordinieren müssen.

Fugensanierung in Münster geplant?

Besichtigung und Angebot kostenlos. Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden.

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