Was ist der Unterschied zwischen Fugenglattstrich und nachträglichem Verfugen?
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Beim Fugenglattstrich wird die Fuge direkt beim Mauern mit dem frischen Mauermörtel geglättet — ein Arbeitsgang, günstiger, aber ohne freie Farbwahl. Beim nachträglichen Verfugen wird die Fuge beim Mauern etwa 15 Millimeter tief ausgespart und später separat verfüllt. Das kostet mehr, erlaubt dafür eine andere Fugenfarbe, höhere Verdichtung und ein gleichmäßigeres Bild.
Welche Fugenfarbe passt zu meinem Klinker?
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Das lässt sich nur an der eigenen Wand entscheiden. Dieselbe Klinkerfassade wirkt mit dunkler Fuge grafisch und streng, mit einer Fuge im Steinton ruhig und flächig, mit heller Fuge deutlich leichter. Wir legen deshalb vor der Ausführung eine Musterfläche mit ein bis drei Farbtönen an, die Sie bei Tageslicht beurteilen.
Warum bekommt meine neue Klinkerfassade weiße Flecken?
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Das sind in aller Regel Ausblühungen: wasserlösliche Salze, die mit der Baufeuchte an die Oberfläche wandern und dort zu Kalk reagieren. Bei Neubauten ist das in den ersten Monaten normal und verschwindet häufig von selbst durch Regen. Behandeln Sie die Fläche nicht eigenmächtig mit Säure — falsch dosiert schädigt sie Mörtel und Stein dauerhaft.
Wann kann nach dem Mauern verfugt werden?
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Das Mauerwerk muss ausreichend abgebunden und die Fuge tragfähig sein. Wie lange das dauert, hängt von Mörtel, Steinformat und Witterung ab. Wichtiger als eine feste Wartezeit ist das Wetterfenster: Verfugt wird nicht unter etwa 5 °C, nicht bei Frost und nicht in der prallen Sonne.
Verfugen Sie auch Ziegelmauerwerk und keinen Klinker?
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Ja. Der Unterschied liegt im Mörtel, nicht im Handgriff. Ziegel und Backstein sind poröser und weicher als Klinker, deshalb bekommt die Ziegelfuge einen weicheren Mörtel — bei Altbauten in der Regel einen Kalkmörtel. Ein zu fester Fugenmörtel würde die Spannungen aus Temperatur und Feuchte in den Stein schieben, und dann platzen Steinkanten ab statt Mörtel.
Können Sie auch nur einzelne Wandbereiche verfugen?
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Technisch ja. Optisch ist es heikel: Frischer Mörtel unterscheidet sich anfangs fast immer vom gealterten Bestand, und der Unterschied gleicht sich nur teilweise an. Bei Ausbesserungen sagen wir vorher, ob mit einem sichtbaren Übergang zu rechnen ist — das ist ehrlicher, als es hinterher zu erklären.