HaGo-Bau Fugbetrieb
Frisch neu verfugte Klinkerwand im Detail, aufgenommen in Münster

Neuverfugung in Münster

Die Neuverfugung ist der letzte Arbeitsgang am Verblendmauerwerk und der, der die Fassade optisch prägt. Die Fugenfarbe verändert das Erscheinungsbild einer Klinkerwand stärker als der Stein selbst — deshalb legen wir vor der Ausführung eine Musterfläche an der Fassade an.

HaGo-Bau Fugbetrieb aus Münster · seit 1997, also seit 29 Jahren auf Fugenarbeiten spezialisiert

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Was wir neu verfugen

Neu verfugt wird nicht nur am Neubau. Diese Fälle machen bei uns den Alltag aus:

  • Verblendmauerwerk am Neubau

    Die äußere Schale der zweischaligen Wand, sobald das Mauerwerk abgebunden ist. Hier fällt die Entscheidung zwischen Fugenglattstrich und nachträglichem Verfugen — am besten vor dem ersten Stein, nicht danach.

  • Klinkerfugen an An- und Umbauten

    Ein Anbau soll zum Bestand passen. Farbton und Fugenbild werden deshalb am vorhandenen Mauerwerk abgenommen, nicht aus dem Katalog gewählt — und an einer Musterfläche geprüft.

  • Ziegelfugen im Bestand

    Bei Backstein- und Ziegelmauerwerk richtet sich der Mörtel nach dem Stein: weicher Stein, weicher Mörtel. Ein zu fester Fugenmörtel schiebt die Spannungen in den Ziegel, und dann platzen Steinkanten ab statt Mörtel.

  • Riemchen und Dünnformate

    Kleine Formate bedeuten viele laufende Fugenmeter auf wenig Fläche und damit mehr Aufwand pro Quadratmeter. Sauber gearbeitet sind sie optisch aber kaum von echtem Verblendmauerwerk zu unterscheiden.

  • Sichtmauerwerk innen

    Innenwände aus Klinker oder Ziegel werden aus einem Meter Entfernung betrachtet statt aus zehn. Entsprechend zählt hier das gleichmäßige Fugenbild mehr als an der Fassade.

  • Ausbesserungen einzelner Flächen

    Technisch machbar, optisch heikel: Frischer Mörtel unterscheidet sich anfangs fast immer vom gealterten Bestand. Wir sagen vorher, ob ein sichtbarer Übergang zu erwarten ist.

Fachliches

Zwei Wege zur Fuge — und warum das eine Preisfrage ist

Beim Neubau gibt es zwei anerkannte Verfahren. Welches gewählt wird, entscheidet sich idealerweise vor dem Mauern, nicht danach.

Fugenglattstrich: frisch in frisch

Die Fuge wird direkt beim Mauern mit dem noch frischen Mörtel geglättet. Das spart einen Arbeitsgang und ist damit günstiger. Es setzt aber voraus, dass Mauer- und Fugenmörtel dieselbe Farbe haben sollen — und dass sauber genug gemauert wird, denn korrigieren lässt sich hinterher nichts.

Nachträgliches Verfugen: der zweite Arbeitsgang

Beim Mauern wird die Fuge etwa 15 Millimeter tief ausgespart und später separat verfüllt. Das kostet mehr, erlaubt dafür eine freie Farbwahl, eine höhere Verdichtung und ein gleichmäßigeres Fugenbild. Bei Sichtmauerwerk, auf das es ankommt, ist das der übliche Weg.

Die Fugenfarbe entscheidet über die Fassadenwirkung

Derselbe Klinker wirkt mit anthrazitfarbener Fuge streng und grafisch, mit einer Fuge im Steinton ruhig und flächig, mit heller Fuge deutlich leichter. Am Muster im Prospekt lässt sich das nicht beurteilen — an einer angelegten Musterfläche an der eigenen Wand, bei Tageslicht, schon.

Weiße Schleier sind meist Ausblühungen, kein Mangel am Stein

Wasserlösliche Salze wandern mit der Baufeuchte an die Oberfläche und reagieren dort mit Kohlendioxid zu schwer löslichem Kalk. Das ist bei Neubauten in den ersten Monaten häufig und verschwindet oft von selbst. Wichtig: nicht auf eigene Faust mit Säure behandeln — falsch dosiert greift die den Mörtel und den Stein an und macht aus einem optischen Thema einen echten Schaden.

Verdichten ist kein Schönheitsschritt

Die Fuge wird mit dem Fugeisen nachgedrückt, sobald der Mörtel angezogen hat. Das schließt Poren an der Oberfläche und ist der Unterschied zwischen einer Fuge, die Wasser abweist, und einer, die es aufnimmt. An diesem Schritt wird bei Preisdruck als Erstes gespart, und man sieht es der Fassade erst nach Jahren an.

Neubau mit rotem Verblendmauerwerk in Münster-Wolbeck, eingerüstet für die Neuverfugung

Neubau in Münster-Wolbeck

Beim Neubau steht das Gerüst ohnehin — die Neuverfugung ist dann der letzte Arbeitsgang an der Fassade, bevor es abgebaut wird.

Ablauf

So gehen wir bei einer Neuverfugung vor

Bei Neubauten stimmen wir uns möglichst früh mit Ihnen oder Ihrem Bauunternehmen ab — die wichtigsten Entscheidungen fallen vor dem ersten Stein.

  1. Abstimmung von Stein, Mörtel und Fugenbild

    Wir klären, welcher Klinker gesetzt wird, welche Fugenart vorgesehen ist und ob im Glattstrich oder nachträglich verfugt werden soll.

  2. Musterfläche an der Fassade

    Auf einer kleinen Fläche an Ihrer eigenen Wand legen wir ein bis drei Farbtöne an. Sie entscheiden bei Tageslicht am fertigen Bild, nicht am Farbmuster.

  3. Fläche vorbereiten

    Fugen werden auf Tiefe gebracht oder entfernt, die Fläche wird gereinigt und je nach Saugverhalten des Steins vorgenässt.

  4. Verfugen und verdichten

    Der Mörtel wird eingebracht und nach dem Anziehen nachverdichtet. Gearbeitet wird in Abschnitten, damit jeder Bereich im richtigen Moment verdichtet wird.

  5. Nachbehandlung und Abnahme

    Je nach Witterung wird die Fläche vor zu schneller Austrocknung geschützt. Anschließend gehen wir die Fassade gemeinsam mit Ihnen ab.

Preise

Was eine Neuverfugung kostet

Anders als bei der Sanierung entfällt hier das Entfernen des Altmörtels — der größte Unsicherheitsfaktor fällt also weg. Diese vier Punkte bestimmen den Preis:

Verfahren

Fugenglattstrich ist günstiger, weil er ein Arbeitsgang ist. Nachträgliches Verfugen kostet mehr und liefert das gleichmäßigere Bild bei freier Farbwahl.

Steinformat

Je kleiner das Format, desto mehr laufende Fugenmeter stecken in einem Quadratmeter Fassade. Riemchen und Dünnformate sind deshalb aufwendiger als Normalformat.

Mörtel und Farbton

Standardfarben sind Lagerware und sofort verfügbar. Sonderfarbtöne und Spezialmörtel kosten mehr und brauchen Vorlauf — das gehört in die Terminplanung, nicht in die Überraschung auf der Baustelle.

Zugang und Bauablauf

Steht ohnehin ein Gerüst, ist die Verfugung deutlich günstiger, als wenn allein dafür gerüstet werden muss. Eine frühe Abstimmung mit dem Bauablauf spart hier am meisten.

Wir kalkulieren nach Besichtigung beziehungsweise nach Plan und Steinliste. Die Musterfläche stellen wir vor der Entscheidung her — sie ist Teil der Beratung, nicht ein separater Posten, über den später gestritten wird.

Einzugsgebiet

Wo wir arbeiten

Unser Sitz ist Münster, gearbeitet wird im Umkreis von rund 50 Kilometern — also im Münsterland. Klinker- und Verblendmauerwerk ist hier die vorherrschende Bauweise, und das heißt: dieselbe Fugenfrage stellt sich in Warendorf und in Coesfeld genauso wie in Münster-Hiltrup.

Münster — alle Stadtteile

Kurze Wege, Besichtigung meist innerhalb weniger Tage.

  • Aaseestadt
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Münsterland

Regulärer Einsatzradius, rund 50 km. Termine werden gebündelt geplant.

  • Telgte,
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  • Drensteinfurt,
  • Senden,
  • Nottuln,
  • Havixbeck,
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  • Coesfeld,
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  • Beckum,
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  • Ascheberg

Weiter entfernt

Bei größeren Fassaden und mehrwöchigen Vorhaben — fragen Sie einfach an.

  • Rheine,
  • Gronau,
  • Bocholt,
  • Ibbenbüren,
  • Hamm

Ihr Ort steht nicht dabei? Rufen Sie an. Bei größeren Aufträgen lohnt sich die Anfahrt fast immer — bei einer einzelnen Silikonfuge dagegen selten, und dann sagen wir das auch.

Fragen und Antworten

Häufige Fragen zur Neuverfugung

Was ist der Unterschied zwischen Fugenglattstrich und nachträglichem Verfugen?

Beim Fugenglattstrich wird die Fuge direkt beim Mauern mit dem frischen Mauermörtel geglättet — ein Arbeitsgang, günstiger, aber ohne freie Farbwahl. Beim nachträglichen Verfugen wird die Fuge beim Mauern etwa 15 Millimeter tief ausgespart und später separat verfüllt. Das kostet mehr, erlaubt dafür eine andere Fugenfarbe, höhere Verdichtung und ein gleichmäßigeres Bild.

Welche Fugenfarbe passt zu meinem Klinker?

Das lässt sich nur an der eigenen Wand entscheiden. Dieselbe Klinkerfassade wirkt mit dunkler Fuge grafisch und streng, mit einer Fuge im Steinton ruhig und flächig, mit heller Fuge deutlich leichter. Wir legen deshalb vor der Ausführung eine Musterfläche mit ein bis drei Farbtönen an, die Sie bei Tageslicht beurteilen.

Warum bekommt meine neue Klinkerfassade weiße Flecken?

Das sind in aller Regel Ausblühungen: wasserlösliche Salze, die mit der Baufeuchte an die Oberfläche wandern und dort zu Kalk reagieren. Bei Neubauten ist das in den ersten Monaten normal und verschwindet häufig von selbst durch Regen. Behandeln Sie die Fläche nicht eigenmächtig mit Säure — falsch dosiert schädigt sie Mörtel und Stein dauerhaft.

Wann kann nach dem Mauern verfugt werden?

Das Mauerwerk muss ausreichend abgebunden und die Fuge tragfähig sein. Wie lange das dauert, hängt von Mörtel, Steinformat und Witterung ab. Wichtiger als eine feste Wartezeit ist das Wetterfenster: Verfugt wird nicht unter etwa 5 °C, nicht bei Frost und nicht in der prallen Sonne.

Verfugen Sie auch Ziegelmauerwerk und keinen Klinker?

Ja. Der Unterschied liegt im Mörtel, nicht im Handgriff. Ziegel und Backstein sind poröser und weicher als Klinker, deshalb bekommt die Ziegelfuge einen weicheren Mörtel — bei Altbauten in der Regel einen Kalkmörtel. Ein zu fester Fugenmörtel würde die Spannungen aus Temperatur und Feuchte in den Stein schieben, und dann platzen Steinkanten ab statt Mörtel.

Können Sie auch nur einzelne Wandbereiche verfugen?

Technisch ja. Optisch ist es heikel: Frischer Mörtel unterscheidet sich anfangs fast immer vom gealterten Bestand, und der Unterschied gleicht sich nur teilweise an. Bei Ausbesserungen sagen wir vorher, ob mit einem sichtbaren Übergang zu rechnen ist — das ist ehrlicher, als es hinterher zu erklären.

Neuverfugung in Münster geplant?

Besichtigung und Angebot kostenlos. Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden.

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